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Heidelbeeren: Ernte-Start in Deutschlands größtem Anbaugebiet
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Pressemitteilung vom 03.07.2020
Bereich: Wirtschaft 
Heidelbeeren: Ernte-Start in Deutschlands größtem Anbaugebiet

Landwirtschaftskammer Niedersachsen rechnet mit guter Fruchtqualität und Erntemenge auf Vorjahresniveau

Vechta-Langförden – Nach dem Start der Heidelbeerernte in Süd- und Mitteldeutschland beginnt nun auch die Heidelbeersaison in Deutschlands größtem Heidelbeeranbaugebiet: der Norddeutschen Tiefebene. Niedersachsen ist dabei mit etwa 2.000 Hektar (ha) Anbaufläche und rund 70 Prozent der Produktion das Zentrum des deutschen Heidelbeeranbaus. Die Beerenanbau-Fachleute der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen rechnen mit einer guten Fruchtqualität und einer ordentlichen Erntemenge.

„Bei uns in Niedersachsen haben die meisten Heidelbeeren ideale Anbauvoraussetzungen, denn sie wachsen auf Heide- oder Moorstandorten, ihrem natürlichen Lebensraum“, berichtete Felix Koschnick, bei der LWK Leiter der Versuchsstation Beerenobst in Vechta-Langförden, am Donnerstag (2. Juli) beim offiziellen Heidelbeer-Saisonauftakt der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer auf dem Gelände der Versuchsstation.

Nicht nur der Standort, auch die Witterung sei wichtig für den Anbauerfolg, betonte Koschnick. Die Frühjahrsfröste hätten dieses Jahr zu einer regional sehr unterschiedlichen Reduktion der Erntemenge geführt. „Am stärksten betroffen waren windoffene Moorlagen.“

Neuanlagen und Sortenerneuerung in bestehenden Beständen hätten einen Teil der Schäden ausgeglichen. „Deswegen gehen wir, der herausfordernden Wetterlagen zum Trotz, wie im Vorjahr von einer landesweiten Gesamterntemenge von um die 10.000 Tonnen aus“, sagte der Leiter der LWK-Versuchsstation Beerenobst. In Niedersachsen hatten im vergangenen Jahr 162 Betriebe 9.780 Tonnen Heidelbeeren geerntet (darunter 28 Öko-Betriebe mit einer Erntemenge von rund 1.000 Tonnen).

So stehen den Verbraucherinnen und Verbrauchern diesen Sommer ausreichend Heidelbeeren aus Niedersachsen zu Verfügung – auf Feldern zum Selbstpflücken, in der Direktvermarktung und im Lebensmitteleinzelhandel. Heidelbeeren aus heimischer Produktion haben im Vergleich zu Importen nur relativ kurze Transportwege. Dank einer Kombination aus Sorten mit unterschiedlichen Reife-Terminen dauert die Heidelbeersaison in Niedersachsen bis Mitte September.

Große Sorgen bereitet den Betrieben nach wie vor die Frage, ob es gelingt, unter den Bedingungen der Corona-Pandemie rechtzeitig genügend qualifizierte Erntehelfer*innen zu bekommen. „Die Erfahrungen während der Spargel- und der Erdbeerernte haben gezeigt, dass vieles durch die familiengeführten Höfe organisiert und abgearbeitet werden kann, auch wenn große logistische Herausforderungen der Betriebsleitung alles abverlangen“, berichtete Koschnick. „Die langjährige, vertrauensvolle Bindung und Zusammenarbeit mit ihren Saisonkräften und den festen Mitarbeitern ist hierbei eine wichtige Größe.“

Heidelbeeren wachsen auf einem Feld der Versuchsstation Beerenobst der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Vechta-Langförden: Die Beerenobst-Fachleute der LWK rechnen mit guter Fruchtqualität und einer Erntemenge von rund 10.000 Tonnen. Fotos: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachse

V.i.S.d.P.:
Wolfgang Ehrecke
Landwirtschaftskammer Niedersachsen Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing Mars-la-Tour-Straße 1-13 26121 Oldenburg Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509
Internet: www.lwk-niedersachsen.de
03.07.2020
      bis
17.07.2020
Wirtschaft
Artenvielfalt: Bäuerinnen und Bauern gestalten Agrarlandschaft der Zukunft
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Pressemitteilung vom 01.07.2020
Bereich: Wirtschaft 
Artenvielfalt: Bäuerinnen und Bauern gestalten Agrarlandschaft der Zukunft

Neue Anbausysteme: Landwirtschaftskammer Niedersachsen beteiligt sich an Projekt FInAL zur Steigerung der Biodiversität

Braunschweig/Oldenburg – Eine insektenfreundliche Agrarlandschaft weiterentwickeln, in der landwirtschaftliche Betriebe gleichermaßen erfolgreich wie umweltfreundlich arbeiten können: Das ist Ziel des Projekts FInAL, das die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen zusammen mit Landwirtinnen und Landwirten sowie mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut, dem Julius-Kühn-Institut sowie dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in der Region Braunschweig vorantreibt.

Die Abkürzung FInaL steht für „Förderung von Insekten in der Agrarlandschaft“. Das von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekt soll landwirtschaftliche Betriebe dabei unterstützen, alternative Anbausysteme zu entwickeln, in denen künftig mehr Insekten leben können.

„Eine Möglichkeit, Insekten zu fördern, ist der Anbau vielfältiger Feldfrüchte“, erläutert Dr. Annette Bartels, bei der LWK neben Anke Bokelmann eine der Projektkoordinatorinnen. Kulturarten, die zu den Sommerungen oder zu den Trachtpflanzen zählen – also zum Beispiel Öllein und Weiße Lupine – seien für eine Integration in die Fruchtfolge von besonderem Interesse. „Bestenfalls kann über die vielen verschiedenen Kulturen, die zu unterschiedlichen Zeiten zur Blüte kommen, über einen sehr langen Zeitraum ein Nahrungsangebot entstehen, das zum Beispiel blütenbesuchenden Insekten wie Bienen und Hummeln zu Gute kommt“, so Bartels.

Um regionale Insektenpopulationen sowie die Effekte alternativer Ackerkulturen genau untersuchen zu können, haben Landwirt*innen, Wissenschaftler*innen und LWK-Fachleute in der Nähe von Braunschweig zwei je neun Quadratkilometer große Landschaftslabore eingerichtet.

„Dieses Projekt wird zusammen mit Landwirtinnen und Landwirten aus der Region entwickelt und hat dadurch einen sehr engen Praxisbezug“, hebt Kammerpräsident Gerhard Schwetje hervor. „Die hohe Bereitschaft, sich einzubringen, zeigt, dass Artenschutz in vielen Betrieben bereits heute so mitgedacht wird, wie es die mit der Politik und den Umweltverbänden getroffene Vereinbarung ,Der Niedersächsische Weg‘ für die Zukunft vorsieht.“

Der erfolgreiche Anbau einer neuen Kultur hängt von vielen Faktoren ab. „Unsere Entwicklungen sind deswegen möglichst gut an die örtlichen Gegebenheiten angepasst“, betont LWK-Projektkoordinatorin Bartels. Während der Bodentyp bereits manche Kulturen vom Anbau ausschließe, könnten die Art der Bodenbearbeitung, die Saattiefe, der Aussaattermin und die Sortenwahl durchaus Einfluss auf einen erfolgreichen Anbau haben. Bartels: „In den Landschaftslaboren haben wir Gelegenheit, dazu wichtige Erfahrungen zu sammeln.“

Vor allem das Unkrautmanagement kann bei neuen Kulturarten zu einer besonderen Herausforderung werden. Darum haben die Pflanzenbauberater*innen der Bezirksstelle Braunschweig zusammen mit einem Landwirt aus Heiligendorf bei Wolfsburg acht innovative Kulturen nebeneinander ausgesät. Die pflanzenbaulichen Themen können die Projektbeteiligten direkt auf dem Feld diskutieren.

„Auf dem Feld stehen Sojabohnen, Weiße Lupine, Zuckerhirse, Öllein, Sonnenblume, Hanf, Färberdistel und Buchweizen“, berichtet Bartels. „Diskutiert wird auch über Möglichkeiten einer Vermarktung beziehungsweise einer Verwertung – denn erst über eine gesicherte Abnahme der Ernteprodukte und eine gesicherte Bezahlung ist der Anbau interessant für die Betriebe.“

Das Interesse an dem Versuchsfeld bei Wolfsburg ist groß – deshalb bietet die LWK-Bezirksstelle Braunschweig trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie Besichtigungstermine an. Ansprechpartner hierfür ist Jan Christoph Weber.

Das Projekt FInAL genießt auch bei der Europäischen Kommission Aufmerksamkeit: Prof. Dr. Jens Dauber vom beteiligten Thünen-Institut stellte FInAL unlängst bei einem Webinar der Generaldirektion der Europäischen Kommission vor. Die Generaldirektion ist für die EU-Politik im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständig und befasst sich mit allen Aspekten der gemeinsamen Agrarpolitik.

„Hummel_auf_Weißer_Lupine_1“:

Eine Hummel fliegt auf einem Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen bei Wolfsburg die Blüte einer Weißen Lupine an: Über einen möglichst langen Zeitraum im Jahr ein Nahrungsangebot für Insekten zu schaffen ist ein Ziel des Projekts FInAL, das die LWK zusammen mit Landwirt*innen sowie mehreren Forschungsinstituten im Raum Braunschweig umsetzt. Foto: Bartels/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

„Biene_auf_Öllein_1“:

Eine Biene sitzt auf einem Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen bei Wolfsburg auf einer Öllein-Blüte: Das Nahrungsangebot für Insekten in der Agrarlandschaft zu verbessern ist ein Ziel des Projekts FInAL, das die LWK zusammen mit Landwirt*innen sowie mehreren Forschungsinstituten im Raum Braunschweig umsetzt. Foto: Bartels/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

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Wolfgang Ehrecke
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01.07.2020
      bis
18.08.2020
Wirtschaft
Getreideernte: Mähdrescher stehen in den Startlöchern
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Pressemitteilung vom 30.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Getreideernte: Mähdrescher stehen in den Startlöchern

Landwirtschaftskammer Niedersachsen rechnet mit durchschnittlicher Erntemenge – Trockenheit im Frühjahr beeinträchtigt Entwicklung der Pflanzen

Hannover/Oldenburg – Die ersten Getreidebestände in Niedersachsen sind reif für die Mähdrescher: Im Emsland und im Osnabrücker Raum, aber auch auf den leichten Standorten im östlichen Niedersachsen werden in diesen Tagen die ersten Wintergerstenflächen beerntet. Das berichten die Pflanzenbaufachleute der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen. Sie rechnen insgesamt mit einer durchschnittlichen Ernte.

„Insbesondere auf den leichteren Böden, die relativ wenig Wasser speichern können und die im April und Mai unter zeitweiligem Trockenstress zu leiden hatten, schreitet die Abreife zügig voran“, sagt Carsten Rieckmann, bei der LWK Leiter des Sachgebiets Mähdruschfrüchte. Die zum Teil ergiebigen Niederschläge im Juni seien für die Wintergerstenentwicklung vielfach zu spät gekommen. Teilweise hätten diese Niederschläge zur Ausbildung spät entwickelter Nebentriebe geführt, was die Erntebedingungen wiederum etwas beeinträchtigen könne.

Auf den Standorten mit schwereren Böden rechnen Rieckmann und seine Kolleg*innen mit der Beerntung ab Mitte Juli und vermutlich mit besseren Erträgen. Spätsaaten, wie sie zum Teil in den Marschregionen an der Küste vorgenommen werden mussten, werden wohl etwa eine Woche später erntereif sein.

Generell stellen die LWK-Pflanzenbaufachleute niedersachsenweit fest, dass die Getreidebestände durch die trockenen Frühjahrsbedingungen in der Entwicklung beeinträchtigt wurden. Auf den anfangs durchnässten Äckern konnten viele Betriebe erst recht spät mit dem Düngen beginnen. Weil es anschließend nicht mehr viel regnete, war dieser Dünger oftmals noch nicht pflanzenverfügbar. Dadurch konnten sich viele Kulturen nicht optimal weiterentwickeln.

„Positiv ist jedoch zu vermerken, dass es aufgrund der Trockenheit in dieser Wachstumsphase recht selten zu Erkrankungen wie etwa Pilzbefall kam“, betont Rieckmann.

Die ab Mitte März einsetzende Trockenperiode wurde Anfang Mai und Mitte Mai kurzzeitig unterbrochen. Erst ab Juni setzten wieder verstärkt Niederschläge ein, die jedoch regional und oft kleinräumig sehr unterschiedlich ausfielen. Während im vergangenen Jahr auch bereits im Juni sehr hohe Temperaturen und Sonneneinstrahlung zu verzeichnen waren, die die Pflanzen einem starken Hitzestress aussetzten, herrschten dieses Jahr bis Ende Juni eher moderate Temperaturbedingungen vor. Dadurch wurden Trockenschäden in den Beständen weniger offensichtlich.

Für den Winterweizen wird der Witterungsverlauf der kommenden Wochen sicherlich noch mitentscheidend sein, ob die Pflanzen ihre Körner komplett ausbilden und füllen können. Durch gut entwickelte Körner können Bestände mit geringerer Bestandesdichte auch noch ansprechende Erträge erzielen.

Ebenso wird die weitere Witterung entscheidend sein, ob der Erntebeginn erneut so früh wie in den zurückliegenden beiden Jahren ausfällt oder mit dem Monatswechsel Juli/August wieder im langjährigen Mittel. Das gleiche gilt im Prinzip auch für den Roggen und das Futtergetreide Triticale.

Durch den Rückgang der Anbaufläche beim Weizen, hervorgerufen durch nasse Aussaatbedingen im Herbst (vor allem in den Marschregionen), wird die Erntemenge insgesamt sicherlich nicht das Niveau des Vorjahres erreichen. Die Anbaufläche von Roggen hingegen wurde spürbar ausgedehnt, weil offensichtlich auf schwächeren Standorten dem Roggen wieder der Vorzug gegenüber dem Weizen gegeben wurde.

2019 wurden in Niedersachsen auf 828.500 ha Anbaufläche gut 6 Millionen Tonnen Getreide geerntet, das waren 28 Prozent mehr als im außerordentlich ertragsschwachen Dürrejahr 2018. Der Durchschnittsertrag über alle Getreidearten betrug vergangenes Jahr 72,5 Dezitonnen je Hektar.

Die Rapsfläche hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder spürbar auf knapp 79.000 Hektar (ha) erhöht, hat aber bei weitem noch nicht das Anbauniveau der Jahre 2016/2017 erreicht. Neben den enttäuschenden Erträgen der Vorjahre sind es auch die fehlenden Möglichkeiten der Bekämpfung wichtiger Rapsschädlinge, die den Anbau generell unsicherer machen.

Allerdings sind die Ertragsprognosen beim Raps dieses Jahr wieder etwas optimistischer als in den Vorjahren. Während der Blüte stachen die goldgelben Felder einige Wochen in den Regionen hervor, die auf einen normalen Schotenansatz hindeuten – das ist die Voraussetzung für entsprechende Erträge. Nur auf einzelnen Flächen mit sehr schwach entwickelten Beständen und starkem Durchwuchs von Unkräutern ist mit erneut niedrigen Erträgen zur rechnen.

Mit dem Einbringen der Gerste beginnt in diesen Tagen die Getreideernte in Niedersachsen – wie hier zu sehen auf einem Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer. Foto: Kauke/Landwirtschaftskammer Niedersachse

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Wolfgang Ehrecke
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30.06.2020
      bis
14.07.2020
Wirtschaft
Fachkräfteförderung in der Hauswirtschaft: Neuer Meisterkurs startet – Einladung zu Videokonferenz im Juli
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Pressemitteilung vom 27.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Fachkräfteförderung in der Hauswirtschaft: Neuer Meisterkurs startet – Einladung zu Videokonferenz im Juli

Oldenburg - Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Fachschule Oldenburg bieten nach den Sommerferien 2020 wieder einen 1,5-jährigen Vorbereitungskurs auf die Meisterprüfung in der Hauswirtschaft an.

Die Fortbildung wird mit berufsbegleitendem Unterricht an der Fachschule Hauswirtschaft (zwei Tage pro Woche) und einem einmaligen, 14-tägigen Seminarangebot der Landwirtschaftskammer durchgeführt. Die Anforderungen in der Meisterprüfung der Hauswirtschaft umfassen Kenntnisse über hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen, Betriebs- und Unternehmensführung sowie Berufsausbildung und Mitarbeiterführung.

Der Meisterkurs Hauswirtschaft startet nach den Sommerferien 2020 und endet im Frühjahr 2022. Er wird in den Berufsbildenden Schulen Oldenburg durchgeführt. Eine 50-prozentige Förderung der Lehrgangskosten ist möglich.

Aufgrund der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen erhalten Interessent*innen alle wichtigen Informationen zum Meisterkurs Hauswirtschaft in einer kostenfreien Videokonferenz am Mittwoch, 15. Juli 2020, von 14 bis circa 15.30 Uhr.

In der Videokonferenz erfahren die Teilnehmer*innen etwas über:

  1. Aufgaben einer Meisterin/eines Meisters der Hauswirtschaft
  2. Grundlagen der Fortbildung
  3. Anforderungen und Inhalte der Fortbildung
  4. Prüfungsleistungen
  5. Kosten, Fördermöglichkeiten
  6. Organisation
  7. Anmeldung zum Meisterkurs

Anmeldung und Fragen an:
Juliane Pegel, Leiterin Sachgebiet Hauswirtschaft
Mail: juliane.pegel@lwk-niedersachsen.de
Telefon: 0441/801-218

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Übrigens: Das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) sucht derzeit Hauswirtschaftsbotschafter*innen, die gemeinsam mit dem ZEHN das Image der Hauswirtschaft über eine Online-Kampagne weiter verbessern wollen. Infos unter bit.ly/kampagne-hauswirtschaft.

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Jantje Ziegeler
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27.06.2020
      bis
12.07.2020
Wirtschaft
Anwendung von Essig, Salz & Co. zur Unkrautbekämpfung verboten
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Pressemitteilung vom 27.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Anwendung von Essig, Salz & Co. zur Unkrautbekämpfung verboten

Landwirtschaftskammer: Unkrautvernichter nur auf gärtnerisch genutzten Flächen im Hausgarten erlaubt – Bei Verstößen drohen Bußgelder

Hannover/Oldenburg – Wenn das Unkraut wächst, dann nimmt das Jäten von Hand und der Einsatz der Hacke viel Zeit in Anspruch. Da ist der Griff zur Pflanzenschutzspritze und die Anwendung eines Unkrautvernichters verlockend.

Unkrautvernichter dürfen allerdings nur auf gärtnerisch genutzten Flächen im Hausgarten angewendet werden: Darauf macht das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen aufmerksam. Die Anwendung auf Nichtkulturlandflächen wie zum Beispiel Wegen, Bürgersteigen, Garagenzufahrten, Terrassen, Straßen, Parkplätzen und Hofflächen ist generell verboten.

Dieses Verbot gilt nicht nur für Pflanzenschutzmittel, die zur Unkrautvernichtung zugelassen sind, sondern auch für Essig, Salz oder für Grünbelagsentferner oder Steinreiniger, die als Biozide im Handel frei erhältlich sind. Die Anwendung auf solchen Flächen stellt einen Verstoß gegen pflanzenschutzrechtliche Bestimmungen dar und kann mit Bußgeld geahndet werden.

Fazit:

Finger weg von Mitteln zur chemischen Unkrautvernichtung auf allen Nichtkulturlandflächen – egal ob mit Pflanzenschutzmitteln, Steinreinigern, Salz oder Essig!

Es bleiben nur alternative Methoden wie mechanisches Entfernen, Heißwasser-Hochdruckreiniger oder Abflammen (Vorsicht: Brandgefahr bei trockenem Wetter!), mit denen man die Flächen sauber halten kann – auch wenn dies aufwendiger ist.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie beim Pflanzenschutzamt der LWK unter den Telefonnummern 0511 4005-2428 oder -2178.

Unkrautvernichter dürfen nur auf gärtnerisch genutzten Flächen im Hausgarten angewendet werden. Generell verboten ist der Einsatz hingegen auf Garagenzufahrten (Foto), Wegen, Bürgersteigen, Terrassen, Straßen, Parkplätzen und Hofflächen. Dies gilt nicht nur für Pflanzenschutzmittel, die zur Unkrautvernichtung zugelassen sind, sondern auch für Essig, Salz, Grünbelagsentferner und Steinreiniger. Foto: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

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Wolfgang Ehrecke
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27.06.2020
      bis
15.08.2020
Wirtschaft
Landwirtschaftskammer Niedersachsen lockt auf die grüne Seite
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Pressemitteilung vom 27.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Landwirtschaftskammer Niedersachsen lockt auf die grüne Seite

Kampagne auf Instagram zeigt Vielfalt der Grünen Berufe

Oldenburg - Unter dem Motto „Komm auf die grüne Seite!“ und mit dem Hashtag #grüneSeite startet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) am Montag eine Kampagne auf dem sozialen Netzwerk Instagram. Die Kammer möchte damit insbesondere jungen Menschen, die auf der Suche nach ihrem Traumberuf sind, einen Einblick in die Vielfalt der Grünen Ausbildungsberufe geben. Von montags bis freitags steht jeden Tag ein neuer Beruf im Fokus: Landwirt/in, Hauswirtschafter/in, Fachkraft Agrarservice, Pferdewirt/in, Tierwirt/in, Fischwirt/in, Milchtechnologe/in, Milchwirtschaftliche/r Laborant/in, Forstwirt/in, Revierjäger/in, Pflanzentechnologe/in sowie die sieben Gärtner/in-Berufsbilder (Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei, Zierpflanzenbau).

Hintergrund: Aufgrund der Corona-Pandemie kann die LWK in diesem Jahr nicht – wie sonst üblich – Schüler*innen und ihren Eltern auf den Jobmessen in Niedersachsen im persönlichen Gespräch die unterschiedlichen Ausbildungsberufe vorstellen. So wäre die LWK an diesem Wochenende beispielsweise bei der „Ausbildung 49“ in Osnabrück vertreten gewesen.

Grüne Berufe sind besonders gut geeignet für Schüler*innen, die gerne praktisch arbeiten und eine verantwortungsvolle und vielseitige Ausbildung durchlaufen möchten. Grüne Berufe bieten den Umgang mit Natur, Pflanzen, Tieren, Technik und Menschen.

Das Instagram-Profil der LWK finden Sie unter www.instagram.com/lwkniedersachsen.

Infos über die unterschiedlichen Berufsbilder unter www.talente-gesucht.de.

Bildunterschrift:

Unter dem Motto „Komm auf die grüne Seite!“ präsentiert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Vielfalt der Grünen Berufe auf Instagram. Collage: Landwirtschaftskammer Niedersachsen

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Jantje Ziegeler
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27.06.2020
      bis
18.07.2020
Wirtschaft
Spargel-Betriebe erleben 2020 Ausnahmejahr
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Pressemitteilung vom 24.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Spargel-Betriebe erleben 2020 Ausnahmejahr

Maßnahmen zu Eindämmung der Corona-Pandemie treffen Spargel-Anbauer*innen – Direktvermarktung profitiert

Oldenburg – Für die knapp 400 Spargel-Betriebe in Niedersachsen geht eine turbulente Saison zu Ende, wenn am Johannistag (24. Juni) das Spargelstechen traditionell eingestellt wird. Insbesondere blicken die Anbauer*innen auf eine sehr ungewisse Zeit zum Start der Ernte zurück. „Lange war nicht klar, ob Betriebe die nötigen Erntehelfer bekommen können. Flächen wurden daher teilweise nicht beerntet“, erklärt Spargel-Experte Nils Kraushaar von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, „flächendeckend versuchten die Anlagen-Betreiber, den Erntebeginn so gut wie möglich zu verzögern, um sich Zeit zu verschaffen.“

Marktsituation und Preise

Dennoch ging es mit der Spargelernte Ende März los, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtet, wenn auch bei weitem nicht im gewohnten Umfang. Zu Beginn der Saison waren die Mengen in diesem Jahr daher recht knapp, die Nachfrage kam aufgrund der Pandemie nur zögerlich in Gang. Offizielle Zahlen liegen noch nicht vor – Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer geht davon aus, dass insgesamt 20 bis 30 Prozent weniger Spargel geerntet worden ist als im Vorjahr.

Bedingt durch die geringere Erntemenge und die deutlich gesteigerte Nachfrage in der Direktvermarktung, die nach und nach immer besser in Schwung kam, bewegten sich die Preise in diesem Jahr zwar eher auf einem stabilen, höheren Niveau als im Jahr zuvor. Dem gegenüber stehen jedoch flächendeckend höhere Produktionskosten aufgrund der Pandemie; dazu zählen Kosten für zusätzliche Unterkünfte, Hygienemaßnahmen sowie höhere Reisekosten. Zudem ist der Absatz an die Gastronomie fast vollständig weggebrochen. 32 Prozent des deutschen Spargels werden nach Schätzung der Erzeuger*innen normalerweise in der Gastronomie vermarktet. Der Ausfall konnte von der Direktvermarktung in Kombination mit dem höheren Preisniveau teilweise abgefangen werden.

Nach Angaben des Landesamts für Statistik wurden 2019 landesweit 28.073 Tonnen Spargel geerntet (2018: 27.468 Tonnen). Spargel ist mit 4.844 Hektar Anbaufläche die flächenstärkste Kultur im niedersächsischen Gemüseanbau. Jede fünfte deutsche Spargelstange stammt aus Niedersachsen. Zu den Zentren des niedersächsischen Spargelanbaus gehören Diepholz, die Region Hannover, Braunschweig und der Heidekreis.

Bevölkerung sichert Unterstützung zu

Um die Betriebe bei der Gewinnung von Erntehelfer*innen zu unterstützen, entwickelte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Plattform AgrarJobBörse, auf der Betriebe und Arbeitssuchende unkompliziert zueinander finden können, zu Beginn der Spargelsaison weiter: Insgesamt sicherten über 3.000 Personen ihre Unterstützung bei der Ernte zu, darunter Menschen, die sonst beispielsweise in der Gastronomie, der Veranstaltungstechnik und anderen Berufen beschäftigt sind – aber auch viele Student*innen und Schüler*innen. All diesen Menschen sprach Fred Eickhorst seinen Dank aus, obgleich die Abbrecherquote angesichts der schweren körperlichen Arbeit hoch gewesen sei. Die Wertschätzung der osteuropäischen Erntehelfer*innen sei deutlich geworden.

Nach dem Ende des Spargelstechens lässt man die Triebe frei wachsen. Es bilden sich in den nächsten drei Monaten etwa zwei Meter hohe, grüne und buschige Pflanzen, die mit Hilfe des Sonnenlichtes Energiereserven bilden. Diese werden in die Speicherwurzeln eingelagert und sichern so die Kraft der Spargelpflanze für die nächste Saison.

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24.06.2020
      bis
12.07.2020
Wirtschaft
Kirschenernte: Viele süße Früchte von bester Qualität erwartet
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Pressemitteilung vom 19.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Kirschenernte: Viele süße Früchte von bester Qualität erwartet

Landwirtschaftskammer: Mehr als die Hälfte der Kirschbäume stehen geschützt unter Dachanlagen

Jork/Oldenburg – In Niedersachsen läuft seit einigen Tagen die Kirschenernte. Die erste frische Ware, die vorwiegend aus dem Alten Land bei Hamburg stammt, wird jetzt in Geschäften und auf Wochenmärkten angeboten. Fachleute der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen erwarten gute Erträge von hervorragender Qualität. „Wir rechnen wie bereits 2019 mit zehn bis zwölf Tonnen Kirschen pro Hektar, das sind etwa zwölf bis fünfzehn Kilogramm pro Baum“, sagt Dr. Matthias Görgens von der zur LWK gehörenden Obstbauversuchsanstalt (OVA) in Jork (Kreis Stade). Nur länger anhaltender Regen oder Hagel könnten die positiven Aussichten auf eine gute Ernte noch trüben.

Um solche negativen Einflüsse auszuschalten, werden immer mehr Kirschen in sogenannten Dachanlagen angebaut. „Der Trend geht weiterhin zum Dach“, bestätigt auch Görgens. Gut die Hälfte der an der Niederelbe angebauten Süßkirschen seien mittlerweile überdacht – Tendenz steigend. Eine solche Anlage kostet pro Hektar rund 100.000 Euro. Aber die Vorteile liegen auf der Hand.

Unter dem Schirm können die Früchte besser ausreifen, bilden deshalb mehr Zucker und sind leckerer. Außerdem sind sie vor Regen und damit vor einem Aufplatzen der Früchte geschützt. Hinzu kommt, dass sie glänzender aussehen und haltbarer sind. Zudem lassen sich die Dachanlagen leichter mit Netzen gegen die beiden bedeutendsten Schädlinge – die Kirschfruchtfliege und die Kirschessigfliege – schützen.

„All das schlägt sich in barer Münze nieder“, sagt Görgens und rechnet vor: „Die Investition in eine solche Anlage hat sich in neun bis zehn Jahren amortisiert.“

Auf den ersten Plantagen ist das große Pflücken jetzt in vollem Gange. Die Haupternte mit den beiden wichtigsten Sorten „Kordia“ und „Regina“ beginnt allerdings erst Anfang Juli. Die letzten heimischen Kirschen kommen somit voraussichtlich Ende Juli in den Handel. „Jeder Betrieb baut mehrere Sorten an, um über einen möglichst langen Zeitraum stets frische Kirschen anbieten zu können“, erklärt Obstbaufachmann Görgens.

Zu den Aufgaben seines Hauses, der OVA, gehört es unter anderem, Kirschensorten zu testen. Die Beratung des Obstbauversuchsrings in Jork mit ihrem Spezialberater für Steinobst, Martin Kockerols, spricht dann Empfehlungen für den Anbau aus. Daneben hat das in Jork beheimatete Institut auch eigene Sorten entwickelt, darunter die heute international bedeutende „Regina“.

Etwa 20 Kirschensorten haben aktuell an der Niederelbe große wirtschaftliche Bedeutung. Dazu kommt ein Vielfaches an alten Sorten, die in kleinerem Umfang angebaut werden.

Bewahrheitet sich Görgensʼ Vorhersage, werden in diesem Jahr rund 5.000 bis 6.000 Tonnen Süßkirschen in Niedersachsen, vorwiegend im Alten Land, geerntet werden. Dort an der Elbe werden auf rund 500 Hektar (ha) Süßkirschen angebaut. Verbraucher können die leckeren Früchte direkt ab Hof oder auf den Wochenmärkten probieren und kaufen.

Deutschlandweit werden etwa 5.500 ha Kirschen von 6.600 Betrieben angebaut. Bei einem Selbstversorgungsgrad von 30 bis 50 Prozent wird ein erheblicher Teil der in Deutschland verkauften Süßkirschen importiert. Hauptlieferanten sind die Türkei und Italien.

In diesen Tagen beginnt in Niedersachsen die Kirschernte – frühe Sorten wie diese „Early-Korvik“-Kirschen sind jetzt reif. Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erwarten gute Erträge von hervorragender Qualität. Foto: Kockerols/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

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19.06.2020
      bis
14.07.2020
Wirtschaft
KulturMühle in Buchhagen wieder geöffnet
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Pressemitteilung vom 19.06.2020
Bereich: Kultur 
KulturMühle in Buchhagen wieder geöffnet

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte,

es ist soweit, wir haben unser Café gemäß den Corona-Hygienemaßnahmen umgestaltet und öffnen am Sonntag, 21. Juni 2020 die Café-Tür für Sie / Euch.

Wie immer von 14 bis 18 Uhr und bei schönem Wetter können Kaffee und Kuchen auch im Außenbereich genossen werden.

Wir freuen uns auf Sie / Euch.

Team KulturMühle Buchhagen

Kaleidoskop e.V.

Buchhagen 4, 37619 Bodenwerder

Tel: 01523 4269634

kaleidoskop@buchhagen.org

www.kulturmuehle.buchhagen.org

V.i.S.d.P.:
Team KulturMühle Buchhagen
Kaleidoskop e.V.
Buchhagen 4, 37619 Bodenwerder
19.06.2020
      bis
02.08.2020
Kultur
Digitales Frühwarnsystem mit Vorteilen für Tiere und Umwelt
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Pressemitteilung vom 18.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Digitales Frühwarnsystem mit Vorteilen für Tiere und Umwelt

Start frei für „DigiSchwein“: Landwirtschaftskammer Niedersachsen koordiniert Projekt zur tiergerechten Schweinehaltung – Online-Präsentation am 19. Juni beim Digitaltag

Oldenburg – Verantwortungsvolle Schweinehalter schauen mehrmals täglich nach, wie es ihren Tieren geht. Die passgenaue Farmmanagement-Software „DigiSchwein“ soll sie künftig dabei unterstützen, Veränderungen im Bestand deutlich früher zu erkennen und damit das Wohlbefinden von Sauen, Ferkeln und Mastschweinen nachhaltig zu verbessern.

Das Frühwarnsystem „DigiSchwein“ soll Tierhalter zum Beispiel in die Lage versetzen, schneller auf Krankheiten, auf aggressives Verhalten sowie auf bevorstehende Geburten zu reagieren. Die digitale Anwendung soll außerdem die Betriebsmitteleffizienz steigern und die Umwelt durch Nährstoffreduktion schonen helfen.

Welche Sensoren dazu im Betrieb einzubauen sind, welche Daten gesammelt werden und wie diese ausgewertet und in der Software eingesetzt werden müssen, will die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in ihrer Versuchsstation für Schweinehaltung in Wehnen (Bad Zwischenahn/Kreis Ammerland) zusammen mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft in den kommenden drei Jahren klären.

Wer sich kurzfristig und aus erster Hand über das Vorhaben informieren will, kann dies bereits diesen Freitag (19. Juni) online beim ersten bundesweiten Digitaltag des Branchenverbandes Bitkom tun: Von 11 bis 12 Uhr präsentieren die Fachleute Details von DigiSchwein. Wer am eigenen Rechner oder mobilen Endgerät teilnehmen möchte, klickt zum genannten Termin diesen Link zur Microsoft-Teams-Videokonferenz an.

„Im Experimentierfeld ,DigiSchwein‘ verfolgen wir zusammen mit unseren Verbundpartnern das strategische Ziel, die Chancen der Digitalisierung und des Wissenstranfers für die breite landwirtschaftliche Praxis weiterzuentwickeln und praxistauglich zu machen“, sagt Dr. Ludwig Diekmann, als Leiter des LWK-Fachbereichs Tierzucht, Tierhaltung, Versuchswesen Tier, Tiergesundheitsdienste einer der „DigiSchwein“-Projektkoordinatoren. „Dabei setzen wir den Fokus auf die tiergerechte und ressourcenschonende Schweinehaltung – für ökologisch wie für konventionell geführte Betriebe.“

Zu den Partnern der LWK zählen bei „DigiSchwein“ die Carl von Ossietzky Universität zusammen mit dem auf Wissenstransfer spezialisierten Uni-Institut OFFIS (Oldenburg), das Johann Heinrich von Thünen-Institut (Braunschweig), die Tierärztliche Hochschule Hannover sowie die Georg-August-Universität in Göttingen.

Zu den digitalen Neuerungen, die für das Projekt infrage kommen, zähle zum Beispiel neuartige Kameratechnik mit künstlicher Intelligenz, erläutert Projektkoordinator Stefan Sagkob, bei der LWK Leiter des Sachgebiets Versuchs- und Projektwesen Tier, Agrarsystemtechnik. „Mit Hilfe dieser Kameras wird ein ,Standard-Verhalten‘ der Schweine festgestellt und gespeichert, das mit dem jeweils aktuellen Geschehen verglichen wird.“ Steige die Aktivität über das normale Maß, könne dies ein Hinweis auf beginnendes Schwanzbeißen sein – in diesem Fall erhalte die Betriebsleitung eine entsprechende Alarmmeldung aufs Smartphone und könne vor Ort eingreifen. Ein Ziel von „DigiSchwein“ sei es, die Haltung so zu verbessern, dass Schweine problemlos unkupiert gehalten werden könnten.

„Bewegen sich die Tiere weniger als üblich, kann das auf Krankheiten hindeuten“, erläutert Prof. Dr. Nicole Kemper, Leiterin des am Projekt beteiligten Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Weitere Sensoren etwa zur Erfassung des Gewichts, der Körpertemperatur und des Wasserverbrauchs gäben weiteren Aufschluss über Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere.

„Wir wissen, dass viele Unternehmen in diesem Bereich an Entwicklungen dran sind“, berichtet Sagkob. „Deshalb freuen wir uns darauf, möglichst viele Innovationen mit in das Projekt einzubinden und zu testen.“

Nicht nur im Maststall, sondern auch im Sauenstall gibt es wichtige Gründe für eine umfassende digitale Tierbeobachtung: „Für die Zukunft wird über ein Haltungssystem im Abferkelbereich diskutiert, in dem die Sau nicht mehr in einem Ferkelschutzkorb fixiert ist“, sagt Dr. Heiko Janssen, LWK- Fachreferent Schweinezucht, Schweinehaltung. „Um das Risiko, dass Ferkel durch Sauen erdrückt werden, möglichst gering zu halten, müssen wir noch mehr über das Verhalten der Sauen vor, während und nach dem Abferkeln wissen.“

„DigiSchwein“ soll nicht nur den Tieren zugutekommen, sondern auch der Umwelt: So werden in Wehnen künftig auch Daten etwa zu den Nährstoffgehalten der Futtermittel, zum Wasserverbrauch, zur Zahl der ein- und ausgestallten Tiere mit Gewichtsmassen, Daten zu Nährstoffkonzentrationen in der Stall- und Abluft sowie zu Nährstoffgehalten der Gülle gesammelt und ausgewertet. „Durch eine umfassende Digitalisierung und Transparenz der Nährstoffströme in der Schweinehaltung soll deren Präzision erhöht und der erforderliche Dokumentationsaufwand verringert und möglichst automatisiert werden“, fasst Dr. Harm Drücker, Leiter des LWK-Fachbereichs Energien, Bauen, Technik, diesen Projektbereich zusammen.

„Die Menge klimarelevanter Gase wie Ammoniak im Stall hängt stark von der Fütterung ab“, ergänzt Kammer-Vizepräsident Hermann Hermeling. „Wenn die Zusammensetzung des Futters nicht stimmt oder die Schweine krank sind und eine gestörte Verdauung haben, gelangen mehr Nährstoffe als üblich in die Gülle.“ Auch solche Probleme solle die Software „DigiSchwein“ künftig schneller erkennbar und lösbar machen.

„DigiSchwein_Grafik_Paula Föhr“:

So soll die Software „DigiSchwein“ funktionieren: Zahlreiche Sensoren im Stall liefern Daten für ein Frühwarnsystem, das den Schweinehalter via Smartphone rund um die Uhr alarmiert, sollte die Gesundheit seiner Tiere in Gefahr geraten. Grafik: Paula Föhr/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

„Schweinestall_Ehrecke“:

Verantwortungsvolle Schweinehalter schauen mehrmals täglich nach, wie es ihren Tieren geht. Die passgenaue Farmmanagement-Software „DigiSchwein“ soll sie künftig dabei unterstützen, Veränderungen im Bestand deutlich früher zu erkennen und damit das Wohlbefinden von Sauen, Ferkeln und Mastschweinen nachhaltig zu verbessern. Foto: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

V.i.S.d.P.:
Wolfgang Ehrecke
Landwirtschaftskammer Niedersachsen Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kammermarketing Mars-la-Tour-Straße 1-13 26121 Oldenburg Telefon: 0441 801-200 Telefax: 0441 801-509
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18.06.2020
      bis
12.07.2020
Wirtschaft
Lamm- und Ziegenfleisch: EU-Hilfe mit wenig Resonanz in Niedersachsen
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Pressemitteilung vom 16.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Lamm- und Ziegenfleisch: EU-Hilfe mit wenig Resonanz in Niedersachsen

Landwirtschaftskammer erwartet dennoch eine Stabilisierung der Preise

Oldenburg – Nicht alle landwirtschaftlichen Hilfsprogramme, die aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie aufgelegt wurden, zeigen in Niedersachsen Wirkung: Zu diesem Schluss kommen die Marktexperten der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen mit Blick auf die EU-Beihilfe für die private Lagerhaltung von Schaf- und Ziegenfleisch. Gleichwohl bewerten sie die Aussichten auf eine Stabilisierung der Preise durchaus positiv.

Die Folgen der Corona-Pandemie haben den Lammfleisch-Markt auf europäischer Ebene stark durcheinandergewirbelt. Ausgehend von einem saisonalen Preistiefpunkt im Januar, konnten sich die Preise in Deutschland bis zum Osterfest spürbar befestigen, um dann allerdings wieder nachzugeben.

In Brüssel wurde daher beschlossen, zeitlich befristet mit Einlagerungszeiträumen von wahlweise 90, 120 bis 150 Tagen entsprechende Fördersätze von 866 bis 915 Euro je Tonne zu gewähren, um ganze oder halbe Schafschlachtkörper von Tieren unter 12 Monaten im Zuge einer privaten Maßnahme einzulagern. Die Schlacht- und Zerlegebetriebe müssen sich verpflichten, die beantragte Mindestlagerzeit einzuhalten. Ziel dieser Hilfe ist es, den Verbrauchsausfall, dessen Ursache in der Schließung von Restaurants und Hotels liegt, zu überbrücken.

„Für Deutschland und Niedersachsen spielt dieses Hilfsprogramm nur eine untergeordnete Rolle“, berichtet Dr. Albert Hortmann-Scholten, bei der LWK Leiter des Fachbereichs Betriebswirtschaft, Markt, Unternehmensberatung, Familie und Betrieb, Sozioökonomische Beratung. „Die deutschen Schlachtunternehmen kritisieren, dass die Maßnahme auf deutsche Marktverhältnisse kaum anzuwenden ist.“

Es sei unwirtschaftlich, halbe und ganze Schlachtkörper einzulagern, da vielfach die qualitativen Voraussetzungen aus den Erzeugerbetrieben nicht ausreichten, argumentieren laut Hortmann-Scholten die Schlachthöfe. Wünschenswert wäre es hingegen gewesen, die Beihilfen so zu gestalten, dass auch Teilstücke wie Keule oder Rücken antragsberechtigt seien. „Allerdings ist die von der EU-Kommission beschlossene Maßnahme geeignet, vor allen Dingen in den exportorientierten Betrieben in Irland, Frankreich und Spanien die Preisentwicklung zu stabilisieren“, so der LWK-Marktexperte.

Deutschland verfügt aktuell über einen Selbstversorgungsgrad mit Lamm- und Ziegenfleisch von gut 35 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Lamm- und Ziegenfleisch liegt seit Jahren bei etwa 0,9 Kilo pro Person.

Die Beschränkungen des Tourismus und der Gastronomie sind in Niedersachsen auch in diesem Marktsegment zu spüren: Mehr als ein Drittel des Schaf- und Lammfleischverbrauchs werden im sogenannten Außer-Haus-Verzehr über Restaurants, Hotels und Kantinen vermarktet. Allerdings spielt die Lebendvermarktung von Lämmern, insbesondere vor dem Hintergrund der Bedeutung muslimischer Bevölkerungsgruppen, eine größere Rolle.

Vom EU-Hilfsprogramm erwarten die LWK-Marktfachleute für Niedersachsen allenfalls indirekte, marktentzerrende Effekte. Die Lämmerpreisentwicklung für die nächsten Wochen könnte gestützt werden durch die Tatsache, dass aktuell weniger Fleischimporte aus Neuseeland auf den europäischen Markt kommen.

Gut für die Inlandsnachfrage könnte außerdem der Umstand sein, dass aufgrund der Corona-Pandemie weniger muslimische Mitbürger*innen mit Migrationshintergrund als üblich ihre Sommerferien im Ausland verbringen. Hierdurch dürfte insbesondere die Nachfrage auch während der schwierigen Spätsommer- und Herbstphase zusätzliche Impulse erhalten.

Durch die Aufhebung weiterer Beschränkungen wird voraussichtlich der Außer-Haus-Verzehr von Lamm- und Schaffleisch wieder zunehmen. Allerdings könnten europaweit bis zum Herbst Teilstücke ausgelagert werden, die dann auf einen ohnehin angespannten Lammfleischmarkt drängen und damit die Preise wieder nach unten drücken.

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16.06.2020
      bis
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Wirtschaft
Lammfleisch: Gute Chancen für Vermarktung lebender Tiere
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Pressemitteilung vom 16.06.2020
Bereich: Wirtschaft 
Lammfleisch: Gute Chancen für Vermarktung lebender Tiere

Landwirtschaftskammer Niedersachsen erläutert Regeln für den Direktabsatz

Oldenburg – Wegen der Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie stockt der Lammfleisch-Absatz an Schlachtunternehmen sowie an die Gastronomie – daher müssen sich Schafhalter mit weiteren Vertriebsmöglichkeiten für ihre Tiere befassen. Eine Möglichkeit sei die Lebendvermarktung im Direktabsatz, berichtet die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen. Dabei gebe es jedoch verschiedene Regelungen zu beachten.

Mit Blick auf die muslimische Bevölkerung spielt die Lebendvermarktung von Lämmern eine größere Rolle – vor allem in diesem Jahr: Wegen der Corona-Pandemie gehen die LWK-Marktexperten davon aus, dass weniger muslimische Mitbürger*innen mit Migrationshintergrund als üblich ihre Sommerferien im Ausland verbringen. Hierdurch dürfte insbesondere die Nachfrage auch während der schwierigen Spätsommer- und Herbstphase zusätzliche Impulse erhalten.

„Die Zeiten, in denen Schafhalter ihre Tiere zu Hause oder vor Ort geschlachtet haben, sind vorbei“, erläutert Dr. Albert Hortmann-Scholten, bei der LWK Leiter des Fachbereichs Betriebswirtschaft, Markt, Unternehmensberatung, Familie und Betrieb, Sozioökonomische Beratung. „Laut EU-Recht müssen beim Schlachten verschiedene Auflagen erfüllt werden, die vom zuständigen Kreisveterinäramt überwacht werden.“

Schafe und Ziegen sollen grundsätzlich nicht im Freien und nicht in Wohnungen geschlachtet werden. Lebende Schafe und Ziegen dürfen nicht im Kofferraum eines Autos transportiert werden. Das Schächten ohne Ausnahmegenehmigung ist verboten. Schlachttiere müssen vor dem Schlachten betäubt werden. Vor der erstmaligen Schlachtung eines Tieres benötigt der Betrieb eine Zulassung. Dabei spielen weder die Zahl der Schlachttage pro Jahr noch die Schlachtzahlen eine Rolle.

In den zurückliegenden Jahren hat es einige Diskussionen um die Interpretation der Lebensmittelhygieneverordnung gegeben. „Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat dazu festgehalten, dass ein Schäfer keine EU-Zulassung als Schlachtbetrieb benötigt, wenn er vor der Schlachtung die Tiere an einen Kunden abgibt, der das Fleisch ausschließlich im eigenen Haushalt verwenden möchte“, so LWK-Marktexperte Dr. Hortmann-Scholten.

In gleicher Weise sind auch Schafschlachtungen einzuordnen, wenn das Schaf vor der Schlachtung vom Schäfer verkauft wurde und er als Dienstleister die Schlachtung für den privaten Käufer vornimmt.

Die Abgabe der Schafe muss im Bestandsregister dokumentiert sein. Eine Zulassungspflicht für eine solche Tätigkeit besteht nicht, wenn das Fleisch für den Gebrauch im eigenen Haushalt des Schafeigentümers verwendet und nicht in den Verkehr gebracht wird.

In den zurückliegenden Jahren haben zahlreiche handwerkliche Betriebe die Schlachtung eingestellt; andere Betriebe bemühen sich um eine fachgerechte Vermarktung des Angebotes. Einige Adressen von in Niedersachsen tätigen Betrieben sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Viele Tiere können leider nur überregional über die einschlägigen Fachagenturen vermarktet werden.

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